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Indikationen
Die Strukturelle Integration ist hilfreich u.a. bei folgenden
Problemen:
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Beschwerden des Bewegungssystems |
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Narben, Verwachsungen, Zustand
nach Operation, Traumafolgen |
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Überlastungs- und Stresssymptomen |
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Atembeschwerden |
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Funktionsstörungen der Verdauungsorgane
und der Sexual- bzw. Ausscheidungsorgane |
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Stauungen und Rückenbeschwerden
während Schwangerschaft und Stillzeit |
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kindlichen Entwicklungsstörungen |
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psychosomatischen Beschwerden |
Im Folgenden einige Beispiele:
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Schmerzhafte Verspannungen der Kiefermuskulatur
beruhen oft auf einem Zusammenhang zwischen Bruxismus/Bissanomalien
und strukturellen Problemen in anderen Körpergegenden. |
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Chronischen Bandscheibenproblemen
im unteren Rücken liegt strukturell gesehen häufig eine
zu gerade Wirbelsäule zugrunde, verbunden mit einem nach
hinten-unten gekippten Becken. |
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Arthrose: Andauernde Stoffwechselstörungen
in Gelenken sind vielfach verursacht durch verkürzte oder
fehlgestellte Bänder und Muskeln im Zusammenhang mit segmentalen
Strukturveränderungen. So besteht z.B. ein signifikanter
Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Hüftgelenksarthrose
und einem nach vorn geneigten Becken. |
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Langfristige Nebenwirkungen von
Operationen: Das Entfernen einer Niere z.B. hat nachhaltige
Konsequenzen für die strukturelle Ordnung des gesamten
Bauchraums, und die Entfernung des Blinddarms beeinflusst
die Stellung der Lendenwirbel. |
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Schonhaltungen nach Unfällen
dauern auch nach dem Ausheilen der Verletzungen an und
beinhalten ungleiche Gewichtsverteilungen sowie unausgewogene
Bewegungsabläufe, welche die Tendenz haben, sich langfristig
zu verstärken. |
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Ausdrucks- und Bewegungseinschränkungen
bei Künstlern: Die Körperhaltung von Musikern führt nicht
selten zu chronischen Verspannungen, verbunden mit charakteristischen
strukturellen Veränderungen. Dies verursacht nicht nur
Beschwerden, sondern beeinträchtigt auch den künstlerischen
Ausdruck und die Feinheiten der Tonfärbung. (siehe links,
Abb.6) |
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Sportverletzungen haben u.a.
damit zu tun, dass Sportler viel Zeit damit verbringen,
Teile ihres Körpers zu entwickeln - stärkere Beine, Arme
etc. Was ihnen oft fehlt, ist die umfassendere Wahrnehmung
eines integrierten Körpers, um ihre Stärke in einer ausbalancierten
Art und Weise zu gebrauchen, verbunden mit größerer Bewegungsfreiheit,
weniger Energieaufwand und feinerer Koordinationsfähigkeit.
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Seelische Phänomene wie Verkrampfung,
Depression, Gefühllosigkeit, Ängste, Schlaflosigkeit oder
Hypermotorik (überreizte Bewegungsfunktionen) gehen oft
einher mit Körperspannungen, mangelnder Stabilität oder
fehlender Flexibilität des Organismus sowie vegetativen
Funktionsstörungen. |
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Immer wieder eingenommene Fehlhaltungen,
die schlussendlich zur Struktur gerinnen, prägen langfristig
die seelische Erfahrungswelt eines Menschen. Körperstrukturelle
Veränderungen können einen Umstimmungsprozess einleiten,
indem sie größere Flexibilität im Denken, Fühlen und Handeln,
eine realistischere Eigen- und Umweltwahrnehmung, eine
sensiblere Wahrnehmung der eigenen Grenzen, ein intensiveres
Erleben von Gefühlen und eigenen Bedürfnissen sowie einen
lustvolleren Umgang mit Körperlichkeit und Sexualität
fördern. |
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Grundsätzlich ist die Strukturelle
Integration für Menschen aller Altersgruppen geeignet.
Bei Kindern sind die Besonderheiten jeder Wachstumsphase
berücksichtigen. |
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Alterungsprozesse, die sich u.a.
in Verhärtungen, Stoffwechselablagerungen und zunehmenden
Bewegungseinschränkungen äußern, können durch die Strukturelle
Integration verlangsamt, abgemildert bzw. teilweise korrigiert
werden. |
Kontraindikationen
Obgleich Strukturelle Integration generell für Kranke ebenso
geeignet ist wie für Gesunde, gibt es einige Kontraindikationen:
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schwere Herzerkrankungen |
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entzündliche Bindegewebserkrankungen |
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Osteoporose in fortgeschrittenem
Stadium |
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akute Virushepatitis |
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unmittelbar (und bis zu sechs
Wochen) nach einem Schlaganfall |
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Psychotische Erkrankung |
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