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Normalerweise besteht die Behandlung aus
einer Basisserie von zehn Sitzungen, die - in meist wöchentlichen
Abständen - systematisch aufeinander aufbauen. Jede Sitzung
dauert etwa anderthalb Stunden. Nach einer Verarbeitungsphase
von in der Regel sechs Monaten können bei Bedarf zusätzliche
Sitzungen genommen werden. Für Kinder sind die Sitzungen kürzer
und die Abstände häufig größer. Am Anfang steht ein ausführliches
Einführungsgespräch, in dem die Bedürfnisse des Patienten
abgeklärt werden. Behandler und Patient besprechen Fragen
zur möglichen Krankengeschichte und zur Lebenssituation; ein
erster persönlicher Kontakt entsteht. Die Behandlung findet
auf verschiedenen Ebenen statt:
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Manuelle und spezifische Beeinflussung
des myofaszialen Gewebes durch Dehnung verkürzter Strukturen,
Lösung von Verhärtungen und Verklebungen, Stimulierung
hypotoner Gewebsabschnitte und bestimmter Nervenrezeptoren
(siehe Abb.4). Die angewandten myofaszialen Techniken
werden ergänzt von kraniosakralen Techniken und der Bauchbehandlung
nach Dr.Alber-Klein).

Abb. 4. Manuelle Arbeit mit dem
myofaszialen Gewebe des Brustraums
- Einbeziehung von Atemarbeit nach Ilse Middendorf, bei
der über die bewusste Atmungserfahrung die Eigenwahrnehmung
erweitert und die Selbstheilungskräfte gestärkt werden.
- Bei der Behandlung werden manchmal frühere Traumata (Unfall,
Gewalt o.ä.) buchstäblich berührt. Hier sind differenziert
abgestimmte Interventionen manueller und verbaler Art nötig,
um eine Stressauflösung im vegetativen Nervensystem zu erreichen.
Dies gilt auch für Stressformen chronischer Überlastung
(in Beruf, familiären Konflikten usw.).
- Schulung der sensorischen Bewusstheit und das Ermöglichen
gezielter und freier Bewegungserfahrungen. (siehe links,
Abb.5) Hier werden neben Rolf Movement Elemente der Feldenkrais-Methode
angewandt sowie Mikrobewegungen des Organismus impulsiert
(Surfing Inner Oceans, nach Dr.Alber-Klein).
- Hilfestellungen vielfältiger Art beim Transfer neuer Haltungs-
und Bewegungsmöglichkeiten in den Alltag. Ein Beispiel:
"Chronische Beschwerden sind nicht selten eine Begleiterscheinung
regelmäßigen Sports. Ein Radsportler beispielsweise zieht
sich im Laufe der Zeit oft chronische Schmerzen im unteren
Rücken zu. Die Behandlung und das Erarbeiten einer günstigeren
Haltung beim Fahren können ihm helfen, daß nicht nur seine
Schmerzen verschwinden, sondern sich außerdem seine Leistung
verbessert.'' (aus: H.G. Brecklinghaus, Rolfing - Strukturelle
Integration, Lebenshaus Verlag)
Erfahrungsgemäß sind die Resultate der
Behandlung überwiegend dauerhaft. Dies beruht auf der verbesserten
Statik des Körpers. Ausserdem fördern effektivere Bewegungsmuster
die verbesserte Struktur und umgekehrt. Ferner veranlassen
die veränderten Haltungs- und Bewe-gungsmuster noch Monate
nach dem Abschluss der Behandlung das Bindegewebe, sein dreidimensionales
Netz weiter umzubauen. Und nicht zuletzt tragen ein besseres
Körperbewusstsein sowie seelische und vegetative Veränderungen
zur Nachhaltigkeit der Behandlung bei.
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